Der in Mannheim geborene Bariton Joachim Goltz war u.a. Ensemblemitglied an den Theatern in Würzburg und Wiesbaden, seit 2014 gehört er zum Ensemble des Nationaltheaters in Mannheim, wo er in zahlreichen Partien des dramatischen Helden- und Charakterbaritonfachs zu erleben ist.
Seine dortigen von Publikum und Presse bejubelten Debuts als "Beckmesser" in "Die Meistersinger von Nürnberg", der "Golaud" in "Pelleas et Melisande", sowie der Jakob Lenz in der gleichnamigen Oper von W. Rihm (CD-Einspielung) unter der Regie von Calixto Bieito, markieren seine Vielseitigkeit ebenso wie "Papageno" in der "Zauberflöte", "Faninal" im Rosenkavslier oder "Fra Melitone" in Verdis "Macht des Schicksals".
Besonders in den großen Bariton-Partien Richard Wagners ist Joachim Goltz auch international zu erleben. So gastierte er als "Fliegender Holländer" an der Staatsoper Prag, als "Gunther" in der "Götterdämmerung" am Teatro Real in Madrid, als „Biterolf“ im „Tannhäuser“ in Edinburgh und als "Alberich" im "Ring des Nibelungen“ in Singapur, am Nationaltheater Prag und beim Daegu Opern Festival in Süd-Korea.
Auch in Köln, Düsseldorf, Nürnberg, Deutsche Oper und Komische Oper Berlin und u.a. Dortmund war und ist er mit Partien wie "Holländer", "Telramund", "Klingsor" und „Gunther“ häufig zu Gast.
Für seine Interpretation des „Beckmesser“ in „Die Meistersinger von Nürnberg“ an der Oper Bonn war er 2025 mit dem FAUST-Preis nominiert.
Neben den großen Opernpartien seines Faches ist die Operette seine große Leidenschaft; sei es als Graf Danilo in "Die Lustige Witwe", als Eisenstein in der "Fledermaus", oder als Leopold im "Weißen Rössl".
Unter anderem arbeitete Joachim Goltz mit folgenden Dirigenten zusammen: Christian Thielemann, Stefan Soltesz, Andrés Orozco-Estrada, François-Xaver Roth, Gabriel Feltz, Cornelius Meister, Alexander Soddy, Axel Kober und Pablo Heras-Casado.
2020 wurde er von seiner Heimatstadt Mannheim mit der höchsten bürgerschaftlichen Auszeichnung, dem "Bloomaul"-Orden ausgezeichnet.